Kayas Kolumne : Sucht des 21. Jahrhunderts : das Smartphone
Fashionpüppi Kaya über ihre Sucht und kleine Tipps, wie man den Smartphone -Gebrauch etwas drosseln kann.
Seit ich mir im letzten Jahr mein erstes Smartphone kaufte, ist es mein ständiger Begleiter. Ich gehöre nicht unbedingt zu denen, die es als Kalender und Reminder für Termine benutzen, aber ehr zu denen die dadurch immer erreichbar sind und informiert sind. Seit klein auf bin ich sehr neugierig und immer interessiert , was passiert und warum es passiert. Und so ein Smartphone kann beim Befriedigen nach Wissenslust ziemlich nützlich sein.
Jedoch schwirrt mir seit letzter Zeit immer wieder eine Szene im Kopf umher, so richtig wie in einem Film: Stühle in einem Stuhlkreis aufgestellt. Auf ihnen sitzen Jugendliche, Geschäftsmänner, die nette Verkäuferin aus dem Bekleidungsgeschäft um die Ecke und eine Frau mit einem Klemmbrett, überschlagenden Beinen und einem verständnisvollem Blick. Der Raum ist wenig gut belichtet und die Köpfe sind beschämend gesenkt. Ich, von meinem Stuhl erhoben blicke in das nickende Gesicht der Frau mit dem Klemmbrett und sage es: “Hallo, mein Name ist Kaya und ich bin handysüchtig” – “Hallo Kaya”, schallt es dann zurück.
Vor ein paar Monaten lief bei mir schon das Projekt “2 Wochen kein Facebook”. Also habe ich meinen Account deaktiviert und es auch wirklich durchgehalten. Für andere mag das vielleicht ganz normal sein, ich war aber zugegebenerweise stolz auf mich :) Die Szene in meinem Kopf drängte sich in Vergessenheit.
Doch wie gesagt, denke ich in letzter Zeit immer wieder an diesen Moment und möchte meinen Smartphonegebrauch wieder ein wenig drosseln, weil es nun wirklich nicht von Nöten ist , zwei Minuten nachdem man seine Nachrichten gecheckt hat nochmal zu sehen ob vielleicht jemand einen Notfall hat und ich in windeseile da sein muss. Wenn es euch genauso geht, habe ich ein paar Tipps für euch die sicher helfen werden! ;)
So drosselt ihr euren Smartphonegebrauch:
- Jeder kennt diesen Moment “nur mal schnell nach gucken…”. Die Situation wenn man in der Bahn sitzt oder im Büro “nur mal kurz” nachsehen will, was in der Welt passiert. Diese Momente wahr zu nehmen hilft! Sobald man denkt man muss hin langen einfach zu sich selbst sagen ” Ha! Ich hab dich erwischt!” Wer jetzt hibbelig wird: eine Zeitschrift schnappen, einmal tief durchatmen oder kurz die Augen schließen – das lenkt ab.
- Nichts ist so unkommunikativ, als in einer netten Runde am Tisch sein Smartphone zu zücken und in Gedanken versunken zu schauen, “was es Neues so gibt”. Unterhaltet euch doch! Kleiner Kommunikationshelfer: Stapelt eure Smartphones auf dem Tisch im Cafe oder Restaurant zu einem Turm. Wer als Erster schwach wird und sein Smartphone zurück nimmt, zahlt die Runde.
- Immer im Gedächtnis behalten: Wenn etwas wirklich schlimmes oder wichtiges passieren sollte, kennen die Leute die euch am Herzen liegen eure Telefonnummer und rufen euch an. Meine beste Freundin würde mir niemals per SMS schreiben: “Kaya, bei mir und Hansi ist Schluss!”
Und wer Angst vor dem Weltuntergang hat: das erfahrt ihr ,wenn ihr aus dem Fenster guckt. Erst danach wird es auf Facebook, Twitter und Co. stehen ;)
Bleibt stark und haltet durch,
Kaya <3
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